Büsumer Flieger wieder unterwegs – Vereinsflug führte nach Bayern


Text : Ingo von Oven

Fotos: Michael Pietsch

 

Ihren ersten Vereinsflug in diesem Jahr unternahmen am vergangenen Wochenende elf Mitglieder des Flugsportclubs Heide-Büsum. Mit drei Vereins- und einer privaten Maschine ging es am Freitagvormittag zunächst Richtung Hildesheim. Wegen ungünstiger Bedingungen, d.h. wegen einer zu niedrigen Wolkendecke, musste erst eine Wetterverbesserung abgewartet werden. Eine Stunde später als geplant starteten die Piloten sowie auch drei passive Mitglieder dann vom Büsumer Flugplatz in Richtung Süden, wo ab der Elbe der Himmel ein wenig aufklarte und der Flug in 1000 Fuß Höhe (ca. 300 m ) gut möglich war. Die Strecke führte über die Niederung der Oste und den Flugplatz Rothenburg an der Wümme weiter durch die norddeutsche Tiefebene zum ersten Stopp nach Hildesheim. Die Kontrollzone um Hannover herum konnte entgegen der Planung problemlos durchflogen werden. Damit war die erste eineinhalbstündige Etappe  geschafft und eine Pause angesagt.

 

Die zweite 90-minütige Strecke führte dann zu der alten Residenzstadt Coburg in Bayern, vorbei an den Ausläufern des Harzes und über den Thüringer Wald. Nach der Landung bot sich vom höher gelegenen Flugplatz aus ein herrlicher Blick über das Frankenland mit dem kleinen Flüsschen Itz und nicht zuletzt auf die weithin sichtbare Burg, dem Wahrzeichen der Stadt Coburg. Mitglieder des örtlichen Flugsportvereins sorgten für einen Transport der Dithmarscher Flieger zum Hotel, wo ein zünftiges regionaltypisches Abendessen den Anreisetag abschloss und die Flieger ein spezielles fränkisches Gericht, Schäufele mit Knödeln und Sauerkraut, kennenlernten. Schäufele ist das einer Schaufel ähnelnde Schulterstück vom Schwein, das mit der Speckschwarte recht kross gebraten die Gaumen der Norddeutschen sehr überzeugte.

 

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus zur 160 m hoch gelegenen mittelalterlichen Burganlage, der sog. Veste von Coburg. Sie zählt mit ihren zahlreichen Gebäudekomplexen zu den größten Burganlagen Deutschlands. Am Fuße der Festung spazierten die Flieger durch die geschichtsträchtige Altstadt und waren von dem im 19. Jahrhundert neu gestalteten Residenzschloss Ehrenburg sehr beeindruckt. Auch die noch gut erhaltenen Stadtmauern sowie der Marktplatz mit seinem Rathaus und der alten Hofapotheke wurden besichtigt. Nach dem intensiven Kennenlernen dieser altehrwürdigen Stadt wurde der informationsreiche Tag wieder mit einem regionaltypischen Abendessen beendet.

 

Am dritten Tag führte der Rückflug mit Zwischenstation in Marl über Osnabrück und den Mittellandkanal wieder zum heimischen Flugplatz, wobei ein starkes Gewitter über Bremen umflogen werden musste. Am späten Nachmittag trafen die reiselustigen Flieger wohlbehalten wieder in Büsum ein und beendeten die insgesamt 600 km weite dreitägige Tour in bester Stimmung mit dem traditionellen „happy-landing-beer“.