Büsumer Flieger besuchen Bautzen – Auch passive Vereinsmitglieder mit dabei


Text: Ingo von Oven

Foto: Gunther Wölfel/Michael Pietsch

Ihren zweiten Vereinsflug in diesem Jahr unternahmen am vergangenen Wochenende zehn Mitglieder vom Flugsportclub Heide-Büsum. In drei Vereinsflugzeugen flogen fünf aktive sowie auch fünf passive Mitglieder am verlängerten Wochenende in den Osten Deutschlands. Bei optimalen Wetterbedingungen führte die fast dreistündige Strecke vom Flugplatz in Oesterdeichstrich aus nach Rothenburg/Wümme, wo eine kurze Kaffeepause eingelegt wurde, nach Dessau und anschließend weiter in die Stadt Bautzen. Dort wurde die reisefreudige Gruppe von Mitgliedern des Oberlausitzer Fliegerclubs  herzlich empfangen  und zum gemütlichen Grill mit Steaks und Würstchen  und interessanten Gesprächen eingeladen. Fachgespräche und Erfahrungsaustausch sorgten für ein lebhaftes Miteinander. Der Verein hat etwa die Größe wie der Büsumer Fliegerclub  und ist auf einem ehemaligen Militärflugplatz angesiedelt. Zum Verein gehören etliche Ultraleichtflugzeuge, mit denen ebenfalls Rundflüge durchgeführt wurden.

Anschließend wurden die Büsumer Flieger ins Hotel in der Innenstadt gefahren, wo man in der Bautzener Senfstube regionaltypische Spezialitäten, wie der Name andeutet, vornehmlich mit Senf, verkostete.

 

Am nächsten Tag wurde der weithin bekannte ehemalige sogenannte Stasi-Knast, heute Gedenkstätte und Museum, besucht. Eine ausführliche Führung durch die Räumlichkeiten, in denen während der DDR-Zeit vielfach auch Menschen mit Fluchtversuchen einsaßen, sowie Dokumentarfilme hinterließen einen nachhaltigen Eindruck.

Danach folgte eine interessante Stadtführung mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem Dom, der einzigen Simultankirche, also römisch-katholisch und evangelisch-lutherisch, im Osten des Landes. Auch der Hauptmarkt mit dem Rathaus und schönen barocken Bürgerhäusern sowie die Ortenburg, eine riesige Burganlage aus dem 15. Jahrhundert,wurden besichtigt. Nicht zu Unrecht wird die Stadt Bautzen aufgrund der zahlreichen Türme auch als „Türmestadt“ bezeichnet. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Tatsache, dass Bautzen auch Sitz der vielen Institutionen des sorbischen Volkes ist, dessen Sprache auch noch aktuell gepflegt wird.

Am Nachmittag wurde das große Volksfest mit Flohmarkt aufgesucht. Verbunden damit war die Präsentation eines Flugtages mit diversen fliegerischen Darbietungen wie Kunstflug und der Ausstellung von antiken Flugzeugen. Auch der noch existierende größte Doppeldecker der Welt, die weithin bekannte Antonow 2,  sowie Maschinen des  dortigen Flugvereins boten Rundflüge an. Darüber hinaus konnten Hubschrauber der Bundespolizei und der Deutschen Flugrettung besichtigt werden.

Am nächsten Tag ging es bei immer noch herrlichem Sonnenschein und damit idealen Flugbedingungen über Straußberg und den Airpark Müritz zurück nach Büsum. Nach ca. 3 Stunden Flug trafen alle Flieger wieder wohlbehalten auf dem heimatlichen Flugplatz Heide-Büsum in Oesterdeichstrich ein, wo mit dem traditionellen „happy-landing-beer“ und einem zünftigen Essen im Flugplatzbistro die interessante Stippvisite in den Osten Deutschlands beendet wurde.